Über Kanzach
Die Gemeinde - sie trägt den Namen des durchfließenden Baches - im Landkreis Biberach liegt fünf Kilometer westlich des Federsees in Bad Buchau.
Sehenswertes in Kanzach
Bachritterburg auf dem Schlößlesberg
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Die Bachritterburg Kanzach bietet dem Besucher eine Zeitreise ins frühe 14. Jahrhundert. Der vollständig rekonstruierte Nachbau zeigt die Lebenswelt eines Niederadligen zu Beginn des Spätmittelalters. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen und schlüpfen Sie in die Rolle eines Gastes auf der Bachritterburg. Ortolph von Kanzach, genannt der "Bachritter", und sein Museumsgesinde heißen Sie dort herzlich willkommen. Bis 1392 stand auf dem Schlößlesberg die alte Kanzacher Motte, die Turmhügelburg der Bachritter. Im 13. Jahrhundert verband sich die Linie des Kanzacher Ortsadels mit "deren von Pflummeren"; Ortolph von Kanzach war der erste Bachritter und sein Enkel Conradus bereits der urkundlich letztgenannte Bachritter. Die Burg teilte das Schicksal vieler weiterer Holzburgen und fiel - zusammen mit der Mutter des Burgherren - den Flammen von nicht wohlgesonnenen (Bad) Buchauer Bürgern zum Opfer. |
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Gute Siebenhundert Jahre später gelang es Karl Banghard, dem damaligen Bauleiter des Steinzeitdorfes in Bad Buchau, Gemeinderat und Bürgermeister für seine Idee einer Rekonstruktion zu begeistern. Kanzach sollte bis 2001 tatsächlich die erste Rekonstruktion einer mittelalterlichen Niederadelsburg wagen. 2004 wurde die "Vorburg" ergänzt. Dieser Mut wird heuer mit jährlich 25.000 bis 30.000 touristisch und geschichtlich interessierten Besuchern dieser in Europa einzigartigen, idealtypischen Niederadelsburg belohnt. Die Burg ist von März bis November täglich, ansonsten sonntags geöffnet. Viele Verantaltungen, teils als mittelalterlliche Spektakel ausgetragen, bereichern das (Burg)Leben von Kanzach. Nähere Informationen: www.bachritterburg.de Die Fotos zeigen die Burg (oben) und die Bachrittertage (rechts) Sie möchten unsere Fotos auch haben? Gerne bieten wir sie Ihnen in Top-Qualität an. |
Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt
Diese Kirche wurde um 1740-1744 erbaut. Der aus Bruchstücken gefügte Südostturm reicht bis ins Spätmittelalter zurück. Aus der Regierungszeit der Fürstäbtissin Maria Carolina von Königsegg-Rothenfels stammt das rechteckige Schiff und der dreipassartig geschweifte Chor.
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Mehr Sehenswertes in Kanzach
- Pfarrscheuer, ca. aus dem Jahre 1800, das heute unter Denkmalschutz steht
- Rußegg - abgegangene Burg bei Weiler Seewald
- Kunst im Sägewerk
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Aktive Erlebnisse in Kanzach
Der Blinde See
Ca. einen Kilometer südwestlich von Kanzach liegt der Blinde See. Ihn erreicht man vom Parkplatz zwischen Kanzach und Marbach an der L 282. Am seinem Ufer befindet sich eine Rasthütte.
Der wunderschön gelegene Moorsee inmitten eines großen Waldgebietes steht heute unter Naturschutz. Das noch wachsende Hochmoorökotop bietet vielen selten gewordenen Tieren und Pflanzen eine Heimat. Zu sehen gibts Torfmoose, Wollgräser, Moosbeeren, Birken, Fichten und Kiefern.
Der See entstand durch sogenannte Toteisbildung am Ende der Rißeiszeit (ca. 300.000 bis 130.000 J.v.Chr.), der mittleren von drei Phasen der Vergletscherung in Mitteleuropa. Nach dem endgültigen Abtauen des Toteisblocks füllte sich die Mulde mit Wasser. Der kleine See vermoorte allerdings vom Rand her nach und nach und schon vor dem ersten Weltkrieg war der See völlig "erblindet", d.h. verlandet. Nach einer künstlichen Grundwasserabsenkung und den anschließenden Torfabbau entstand in den 20er Jahren wieder ein etwa zehn hektar großer "Torfstich-"See. Dieser ist inzwischen wieder stark verlandet und z. T. mit einer Schwingrasendecke überzogen. Das idyllische und romantische Fleckchen lädt dazu ein, dort mal in Ruhe "alle Fünfe gerade sein zu lassen".
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Mehr Informationen
Bürgermeisteramt Kanzach
88422 Kanzach
Tel. 07582/8286
Fax. 07582/933806
Die Gemeinde im Web





















