Das Funken verbrennen
Am Funkensonntag muss d'Hex brenna!
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Traditionell wird am ersten Sonntag nach Aschermittwoch der sogenannte Funken verbrannt. Dies ist ein alter heidnischer Brauch und er wird bis heute im schwäbisch-alemannischen Raum wie Oberschwaben, Allgäu, und in Vorarlberg, Liechtenstein, der Schweiz, dem Tiroler Oberland und dem Vinschgau in Südtirol praktiziert. In vielen Wirtshäusern oder Vereinshäusern werden ab dem Frühschoppen "Funkenringe gewürfelt". Der Funkenring ist ein kreisförmiger Hefezopf, auch Kranzbrot genannt. Er ist zugleich Sonnen- und Fruchtbarkeitssymbol. Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen die Dorfbewohner mit Fackeln - sehr zur Freude der Kinder - zum sogenannten Funkenplatz. Der Funken ist quasi ein Scheiterhaufen; er besteht aus einem Holzturm der meist mit (Tannen-) Reisig umringt wird. In seiner Mitte wird eine Hexenpuppe aufgespießt. Am Abend wird der Funken unter den gespannten Blicken der Schaulustigen und Fackelträger entzündet: Die Hexe verbrennt unter Beifall... ... zumindest meistens. Falls nicht, gibt es dafür zwei Gründe: Entweder wurde der Funken von Schurken des Nachbardorfes schon vorher abgefackelt. |
Dies gilt es unbedingt zu verhindern und daher wird er auch nach seiner Aufschichtung nicht mehr aus den Augen gelassen! Oder die Hexe brennt einfach nicht. Auwei, das verheißt dann aber wirklich nichts Gutes!
Ob wir Tor-zum-Allgäuer tatsächlich abergläubisch sind? Nein, auf keinen Fall. Das brächte nur Unglück ...
Funden verbrennen in Wangen im Allgäu: www.funkenzunft.de
















