Wasserflugwettbewerb im Jubiläumsjahr „100 Jahre Wasserflug in Friedrichshafen“
Friedrichshafen, November 2011; Friedrichshafen feiert 2012 „100 Jahre Wasserflug am Bodensee“. Zum Jubiläum startete jetzt ein Wettbewerb für Schüler bei dem bis Juni 2012 eigene Wasserflugzeuge gebaut werden sollen: innovativ und flugfähig. Sechs Teams arbeiten in den nächsten sechs Monaten fieberhaft an der neuen Generation Wasserflugzeug und präsentieren diese im Sommer fliegend der Öffentlichkeit.
Auch Stefan Haas von der Wissenswerkstatt Friedrichshafen e.V. war beim 1. gemeinsamen Modellbauwettbewerb beeindruckt von der großen Teilnahme, da er um das gewaltige Pensum der Schüler im Schulalltag weiß. Er ist überzeugt, dass die Jugendlichen aus Schulen in Friedrichshafen und Markdorf im Laufe des Wettbewerbes „ihre Grenzen austesten werden und sich vom Pioniergeist Dorniers anstecken lassen“.
Anstoß für den Wettbewerb ist das besondere Jubiläum Friedrichshafens im Jahr 2012. „100 Jahre Wasserflug in Friedrichshafen“ feiert die Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen und Sonderausstellungen. Theodor Kober, früherer Ingenieur Graf Zeppelins, gründete 1912 die Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH bei der bereits im ersten Jahr das erste Wasserflugzeug entstand. Claude Dornier schuf im Flugbootbau die Basis seines Unternehmens. Zum Jubiläum rufen die Wissenswerkstatt Friedrichshafen und das Dornier Museum zu einem Modellbauwettbewerb auf: Innerhalb der nächsten sechs Monate werden die sechs Schülergruppen zu je fünf Schülern sich der Aufgabe stellen und ein flugfähiges Modell eines Wasserflugzeuges konzipieren.
Herausforderungen für die Wettbewerbsteilnehmer gibt es genug: Es gilt allerlei zu lernen bevor ein Flugboot auch tatsächlich in die Lüfte geht und bei der Landung auf dem Wasser nicht untergeht. Von Clark Y, Wurzelrippen, V-Formen und Servos sprechen die Experten. Bei der Materialauswahl müssen die jungen Tüftler mit 400,00 EUR Budget haushalten und auch die Bauzeiten in der Wissenswerkstatt einhalten. Ebenso steht die Zeit zur Einholung von Expertenwissen bei Dr. Arnim Selinka, Rolf Breitinger und Jörg Pfister nur begrenzt zur Verfügung. Es gilt kreativ zu sein, denn lediglich die maximale Größe des Flugbootes ist vorgegeben.
Am Ende des Wettbewerbes sind die Bewertungskriterien vielfältig. Natürlich spielen Flugeigenschaften und Optik eine entscheidende Rolle, aber auch die Präsentation des Konzeptes, sowie das Einbringen neuer Ideen werden bewertet. Den Gewinnern winken Rundflüge mit dem Kurzstarter Do 27, Freizeitparkbesuche und Karten für Fußballspiele. Bis die Flugboote jedoch ihre ersten Runden über dem Bodensee drehen, liegt viel Arbeit vor den Jugendlichen. „Am besten ihr testet in der Badewanne“, rät Jörg Pfister und schwärmt vom „Wasserfliegen“ und von „Stummelflossen“. Man darf gespannt sein, was da kommt, denn lediglich drei Teilnehmer bringen erste Erfahrungen im Modellbau mit. Die Präsentation der Flugboote ist für Juni 2012 geplant.
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Foto und Bericht: Dornier Museum





